06/19 No-Go zur dreijährigen PTA-Ausbildung
11. November 2019
Eckpunktepapier der Träger-Verbände der Pflegeausbildung in NRW
4. Dezember 2019

Im vergangenen Schuljahr besuchten 1.002 732 Schülerinnen und Schüler eine Schule in freier
Trägerschaft. Damit wurde zum ersten Mal die Millionen-Schwelle überschritten, teilt der VDP
Verband Deutscher Privatschulen Nordrhein-Westfalen mit. Dies geht aus der Publikation des
statischen Bundesamtes Destatis „Private Schulen – Schuljahr 2018/19“ hervor, die am Freitag
veröffentlicht wurde.
Demnach besuchten 764.286 Jungen und Mädchen eine allgemeinbildende, 238 446 Jugendliche
und junge Erwachsene eine berufliche Schule. Jeder elfte Schüler (9,3 %) lernte im abgelaufenen
Schuljahr in Deutschland an einer privaten Schule.
Die Zahlen und die Entwicklung für Nordrhein-Westfalen verlaufen ähnlich. Hier besuchten
insgesamt 208 111 Schülerinnen und Schüler eine Privatschule. 165 825 Kinder und Jugendliche
waren auf einer allgemeinbildenden Schule, 42 286 auf einer beruflichen Schule. Der Anteil an der
Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler liegt im allgemeinbildenden Bereich bei 8,6 Prozent, im
berufsbildenden Bereich bei 7,6 v.H.. Von 2013 bis 2018 ist der Anteil an der Zahl aller Schüler in
NRW von 8,0 auf 8,4 Prozent gestiegen.
„Die Zahlen belegen die konstante Wertschätzung, die private Schulen in der Bevölkerung
genießen. An den vielen Schulen in freier Trägerschaft engagieren sich Bürgerinnen und Bürger
erfolgreich für gute und zukunftsweisende Bildung und bereichern so die Schullandschaft in
Nordrhein-Westfalen“, erläutert Andreas Schrade, Geschäftsführer beim VDP Nordrhein-Westfalen
die Zahlen der aktuellen Veröffentlichung. Von Eltern werden vor allem innovative
Unterrichtskonzepte, motivierte Lehrkräfte und Schulführung und verlässliche,
arbeitnehmerorientierte Betreuungszeiten geschätzt.
Einer der wichtigsten Bereiche der Privatschulen ist die berufliche Bildung. Nahezu jede fünfte
berufliche Schule in NRW ist in freier Trägerschaft, der Anteil an der Gesamtzahl der Schüler im
beruflichen Bereich liegt bei 7,6 Prozent. „Gerade im berufsbildenden Bereich sind Privatschulen
hochspezialisiert, sind kleine, aber feine Schulen. Sie bilden in innovativen Bereichen wie Game
Art und Game Design, Informatik oder ‚Manager im Modehandel‘ aus – Berufsbilder, die es bis vor
enigen Jahren noch gar nicht gab“, erklärt Schrade die im Verhältnis geringen Schülerzahlen.