
HEBO-Schule Bonn: Mehr als nur Noten: Warum das Halbjahreszeugnis ein Startschuss sein kann
9. Februar 2026
Das DEULA-Bildungszentrum im Warendorfer Norden ist bei den Autofahrern im Kreis Warendorf bekannt – die grünen Fahrschul-LKW mit dem DEULA-Logo sind auffällig genug. Aber auch in der Landwirtschaft und im GaLaBau ist die DEULA ein Begriff, weil ohne sie die überbetriebliche Ausbildung in den grünen Berufen kaum denkbar wäre. Dass es aber einen bundesweiten Zusammenschluss von 13 DEULA-Bildungszentren gibt, weiß kaum jemand. Das soll sich jetzt ändern. Denn die Geschäftsführung des DEULA-Bundesverbandes, des Dachverbandes der DEULA-Bildungszentren, hat ab dem 1. März offiziell ihren Sitz in Warendorf. Zudem hat der Verband eine neue Geschäftsführerin. Und drittens wird der DEULA-Bundesverband in diesem Jahr 100 Jahre alt!
Dr. Teresa Dohms-Warnecke richtet sich an der DEULA Westfalen-Lippe in Warendorf nicht nur ihr Büro ein. Auch sämtliche Akten, Unterlagen, Werbematerialien und der große Messestand des Bundesverbandes ziehen vom bisherigen Standort Westerstede im Norden Niedersachsens in den Norden Warendorfs um. „Gottseidank kümmert sich unser Fachbereich Logistik um die Unterbringung all dieser Sachen. Gerade jetzt im Jubiläums-ahr versorgen wir alle Bildungszentren in Deutschland von hier aus mit Flaggen, Bannern und Werbematerial aller Art.“ An allen 13 Standorten soll in diesem Jahr das einhundertjährige Bestehen der „Deutschen Lehranstalt für Agrartechnik“ sichtbar sein – in Warendorf zusätzlich sogar noch der 75ste Geburtstag mit einem spektakulären Tag der offenen Tür. Und ausgerechnet in diesem großen Jubiläumsjahr hat Teresa Dohms-Warnecke die Geschäftsführung des DEULA-Bundesverbandes übernommen. Ihr Vorgänger Hubert Lücking ging in den verdienten Ruhestand, ein Nachfolger wurde gesucht. Teresa Dohms-Warnecke war da ein echter Glücksfall: „Ich war über zwanzig Jahre bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) im Bereich der Deutschen Pferdezucht tätig. Und dann kam plötzlich die Möglichkeit einer neuen Herausforderung bei dem Bundesverband der DEULA Bildungszentren. Und dann auch noch in Warendorf. Die DEULA kenne ich übrigens nicht nur, weil sie genau neben der FN liegt, sondern schon seit meinem praktischen Jahr in der Landwirtschaft.“ Insofern passt Frau Dr. Dohms-Warnecke perfekt in die DEULA-DNA: Aufgewachsen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb östlich von Paderborn, auf dem sowohl der Ackerbau als auch die Rinder- und Pferdezucht eine große Rolle spielten, war ihr Weg vorgezeichnet. „An der DEULA habe ich, neben vielen anderen Dingen, das Pflügen gelernt. Also das richtige Einstellen eines Dreischar-Pfluges. Hinter der großen Seminarhalle 13 auf dem großen Versuchsacker! Meine Arbeitsmappe von damals habe ich heute noch. Und auch Freunde habe ich hier gewonnen, die mich heute noch begleiten!“ Ihr Studium in Göttingen hat sie danach als Diplom-Agrarökonomin abgeschlossen, später dann in der Haustiergenetik, genauer über die Pferdezucht, promoviert. Eine Professur hätte sie später annehmen können, entschied sich jedoch bewusst dagegen: „Mein Herz schlägt hier. Deshalb habe ich mich für Warendorf entschieden – und es nie bereut.“
Hier haben sie und ihr Mann, der wie sie selbst promovierter Diplom-Agrarökonom ist, ihren Lebensmittelpunkt. Hier wurden ihre beiden Söhne geboren und hier hatte sie „einen sehr interessanten Job, wenn man so pferdebegeistert ist wie ich.“ Aber auch das neue Aufgabengebiet reizt sie sehr: „Im DEULA-Bundesverband bringe ich die DEULA-Bildungszentren bundesweit auf den größten gemeinsamen Nenner und suche Synergien. Und ich habe die Möglichkeit, die Interessen der vielseitigen grünen Branche zu bündeln und in unsere Bildungszentren zu tragen.“ Insofern versteht sie sich auch als Botschafterin für sehr gute Aus-, Fort- und Weiterbildung. Denn die spezielle, praxisorientierte Didaktik der DEULA-Lehrerinnen und Lehrer sei „einfach Spitzenklasse und meines Erachtens so-gar vorbildhaft.“ Schon zweimal hat sie, quasi als Einarbeitung, mit der Prüfungskommission die Prüfung zum „Technischen Lehrer DEULA“ abgenommen. Das ist gewissermaßen der Ritterschlag für DEULA-Lehrer, die schon als Meister oder Ingenieure anfangen und sich dann berufsbegleitend zum technischen Lehrer nach DEULA-Vorgaben ausbilden lassen. „Es ist wunderbar, zu sehen, mit wie viel Überzeugung und Motivation diese exzellenten Lehrer ihren Job machen!“ Mit ihrer Begeisterung für das neue Tätigkeitsfeld ist die Geschäftsführerin des Bundesverbandes auch nicht allein. Auch ihre Familie ist begeistert vom neuen Arbeitsumfeld. Bei einem Besuch in der DEULA waren ihre beiden Söhne sofort fasziniert: „Die vielen Werkstätten mit Treckern und Baumaschinen, der Campus mit den Fitnessgeräten und das tolle Bistro – die Jungs waren hin und weg.“ Für Rückhalt ist also gesorgt: „Von meiner Familie wurde meine Entscheidung jedenfalls begeistert aufgenommen.
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